Was sie über ihre OP wissen möchten

Sie haben Fragen rund um Ihre geplante ambulante Operation? Während des Narkosevorgesprächs haben wir genügend Zeit, um alle offenen Punkte in Ruhe miteinander zu besprechen und Ihnen Klarheit zu verschaffen. Aber vielleicht ist es ja auch eine der häufigen Fragen, die uns in vielen Gesprächen begegnen – und die wir deshalb vorab schon mal gesammelt und hier beantwortet haben:

Sind Operation und Narkose in Ihrer Praxisklinik so sicher wie im Krankenhaus?

Selbstverständlich, denn für uns gelten die gleichen Bedingungen wie für ein Krankenhaus – von der Facharztausbildung über die technische Ausstattung bis zur Hygiene.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin, das die Hygiene-Regeln verbindlich festlegt, unterscheidet nicht zwischen ambulant und stationär. 

Alle Operateure und Anästhesisten sind zudem erfahrene Fachärzte, in der Regel mit langjähriger Oberarzt-Erfahrung im Krankenhaus. Außerdem werden wir regelmäßig und intensiv durch die Bezirksregierung Düsseldorf und das Gesundheitsamt der Stadt Solingen überwacht.
Und schließlich lassen wir unser zertifiziertes Qualitätsmanagement jährlich vom TÜV überprüfen.

Kümmern Sie sich auch um das Organisatorische, z. B. um den Ablauf mit meiner Krankenkasse?

Ja, das machen wir. Sie müssen nur nüchtern zur OP erscheinen und eine Begleitung für die nächsten 24 Stunden nach der Operation organisieren. Um den ganzen Rest kümmern wir uns.

Was sind eigentlich die Vorteile einer ambulanten Operation?

Zur Genesung gehört nicht nur die OP, sondern auch die schnelle und gute Erholung. Das geht zu Hause anerkannt am besten.

Die ambulante Operation bietet zudem die persönliche Betreuung und Nachbehandlung durch Ihren vertrauten Facharzt.

Gerade bei Kindern und älteren Patienten können wir die Trennung von ihrer Bezugsperson bzw. der gewohnten Umgebung so kurz wie möglich halten – nämlich nur während der eigentlichen Operation und Narkose. Darauf legen wir großen Wert.

Im Übrigen zeigen Untersuchungen, dass auch die Rate an Wundinfektionen deutlich geringer ist und praktisch keine Infektionen mit Krankenhauskeimen vorkommen. (Quelle: BAO)

Warum darf ich vor der Operation nichts essen und trinken?

Während der Vollnarkose werden neben dem Bewusstsein und der Schmerzempfindung auch die Schutzreflexe (z. B. Schluck- und Hustenreflex) unterdrückt. Es besteht daher das Risiko, dass Mageninhalt über den Rachen in die Lunge gelangt (sog. Aspiration). Diese Komplikation kann zu einer lebensbedrohlichen Lungenschädigung führen. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass die besprochenen Fristen zur Nüchternheit strikt einhalten werden.

Wache ich während der Operation wirklich nicht auf?

Durch die Auswahl unserer modernen Narkoseverfahren können wir das unbemerkte Wachwerden während der Operation nahezu ausschließen. Außerdem überwacht das Anästhesie-Team permanent die Narkosetiefe – während der gesamten Operation. Sie brauchen sich also tatsächlich keine Sorgen zu machen, während der Operation wach zu werden.

Wie stark werden meine Schmerzen nach der Operation sein?

Schmerzen nach einer Operation kann auch die modernste Medizin nicht in jedem Fall vollständig ausschließen. In der Regel setzen wir ein kombiniertes Schmerztherapie-Verfahren ein: Es besteht aus einer Lokalanästhesie, die der Operateur im OP-Gebiet ansetzt, und Schmerzmitteln, die als Tabletten, Tropfen oder über die Vene in den Körper gelangen.

Im Aufwachraum werden wir Sie regelmäßig nach Ihrer Einschätzung des aktuellen Schmerzes fragen und Sie dann entsprechend behandeln. Erst wenn die Schmerzen tolerabel für Sie sind,  werden wir Sie nach Hause entlassen.

Kann es passieren, dass ich nicht mehr aufwache?

Die moderne Anästhesie ist heute so sicher wie nie zuvor. Dennoch können in seltenen Fällen Komplikationen auftreten. Bereits während des Narkosegesprächs versuchen wir durch die Fragen zum Gesundheitszustand und zur Vorgeschichte mögliche Risiken zu erkennen und weitestgehend auszuschließen, damit wir uns auf Ihre jeweilige Sitation vorbereiten und einstellen können. Für körperlich normal belastbare Patienten, die sich einem begrenzten Eingriff unterziehen müssen, ist das Risiko daher äußerst gering.

Die modernen Medikamente lösen wesentlich seltener Übelkeit aus als früher. Dennoch kann Übelkeit aber auch heute gelegentlich noch auftreten – abhängig von der persönlichen Veranlagung und der Operation. Sollten Sie bereits wissen, dass Sie nach einer Operation mit Übelkeit und Erbrechen zu tun hatten, können wir eine zielgerichtete Prophylaxe vornehmen. Weisen Sie uns daher bitte während des Narkosegesprächs auf solche Erfahrungen hin.

Wann kann ich wieder essen und trinken?

Nach kleineren Eingriffen können wir Ihnen in der Regel bereits im Aufwachraum etwas zu trinken bringen. Wenn Sie dies gut vertragen, können Sie auch schon etwas essen.

Wann bin ich wieder richtig wach?

Bereits kurz nach dem Ende der Operation werden Sie wieder wach. Das ist in der Regel sogar noch im OP-Saal der Fall. Unser Team wird Sie dann auf einer Liege in den Aufwachraum fahren und dort weiter überwachen, bis die Narkose vollständig abgeklungen ist und Sie sich wieder „fit“ fühlen.

Wann kann ich wieder nach Hause gehen?

Die notwendige Überwachungsdauer im Aufwachraum richtet sich nach dem Eingriff sowie der Eingriffsdauer. Wenn Sie sich „fit“ fühlen und wieder in einem Zustand wie vor der Operation sind, können wir Sie nach Hause entlassen.

Warum ist eine Begleitperson erforderlich?

In der Zeit nach einer Narkose benötigen Sie jemanden in Ihrer Nähe, an den Sie sich um Hilfe wenden können. Denken Sie bitte daran: Nach einer Narkose dürfen Sie 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen, da Ihre Reaktionsfähigkeit deutlich vermindert ist. Eine wichtige Aufgabe der Begleitperson ist es daher auch, die Einhaltung dieses Fahrverbots zu überwachen.

Übrigens: Wenn Sie jemand mit dem Auto abholt, können Sie bequem und geschützt direkt an der Praxisklinik einsteigen.

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